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Workshop leitet zweite Phase im Arbeitsprozess „Gestaltungshandbuch Innenstadt Bochum“ ein

Foto: farwick+grote Ahaus/ Dortmund

Im Prozess zur Erarbeitung eines Gestaltungshandbuchs für die Innenstadt Bochum wurde die nächste Projektphase erreicht: Nach dem erfolgreichen Kick-off-Termin mit verschiedenen Akteuren im Oktober 2018 stellte farwick+grote im Januar in den politischen Gremien „Bezirksvertretung Bochum-Mitte“ und „Ausschuss für Planung und Grundstücke“ die Ergebnisse von Bestandsaufnahme und Stadtbildanalyse vor und beendete damit die erste Prozessetappe.

Mit einer Workshop-Veranstaltung am 4. Februar mit Eigentümern, ortsansässigen Einzelhändlern und weiteren lokalen Akteuren wurde nun die zweite Arbeitsphase in dem kooperativen Verfahren eingeleitet. Nach einer Einführung durch die Auftraggeber Marc Mauer, Vorsitzender der IBO City e.V., Thomas Weckermann, Prokurist der Bochum Marketing GmbH, und Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke gab Heiner Farwick einen erkenntnisreichen Überblick über die Ergebnisse der Analysephase. Dabei machte er deutlich, dass die Bochumer Identität insbesondere durch die städtebauliche Entwicklung im Wiederaufbau und die Architektur der Nachkriegsmoderne geprägt ist. Diese Epoche war geprägt von einem ausgeprägten Ensemble-Denken und der Gestaltung des städtischen Grundrisses nach einheitlichen Gesichtspunkten in Form und Farbe.

In der anschließenden Gruppenarbeitsphase erarbeiteten die Teilnehmer in engagierten Diskussionsrunden Antworten auf die Fragen nach den grundsätzlichen Zielen für eine Gestaltqualität der Bochumer Innenstadt, wie man diese erreichen kann und was das für einzelne Themen wie Werbung oder Fassadengestaltung bedeutet.

Bei der Vorstellung der Gruppenergebnisse durch die Teilnehmer zeigte sich der gemeinsame Konsens in dem Wunsch nach Rahmen setzenden Leitlinien, nach einer Reduktion von Werbeanlagen und störenden Gestaltungselementen sowie nach einem Stadtbild ohne Austauschbarkeit und Uniformität, aber mit Atmosphäre und Bochumer Identität.

Die Ergebnisse des Workshops dienen als Basis für die weitere sich anschließende Erarbeitung und Konkretisierung der Gestaltungsleitlinien. Im Laufe des Arbeitsprozesses werden noch weitere Veranstaltungen unter Beteiligung der Öffentlichkeit stattfinden, so auch in der Reihe der Stadtgespräche am 15.05.2019 im Kunstmuseum Bochum.